Das Rebhuhn ist der Vogel des Jahres 2026

Das Rebhuhn gehört zu den am stärksten bedrohten Feldvögeln Europas und ist Vogel des Jahres 2026.

Das Rebhuhn gehört zu den am stärksten bedrohten Feldvögeln Europas und ist Vogel des Jahres 2026.

… ein kleiner, rundlicher Feldvogel, der früher weit verbreitet war, heute jedoch in vielen Regionen selten geworden ist. Sein Lebensraum sind offene Felder mit Hecken, Brachen und vielfältigen Strukturen, die ihm Nahrung und Schutz bieten.

Ursprünglich lebte das Rebhuhn in den Steppen Europas und Asiens. Erst mit der Entstehung von Kulturlandschaften im Mittelalter fand es neue Lebensräume in Äckern und Wiesen. Als Kulturfolger steht es heute symbolisch für viele Feldvogelarten, die durch die moderne Landwirtschaft zunehmend unter Druck geraten; intensive Landwirtschaft, Pestizideinsatz und der Verlust von Randstreifen haben dem Rebhuhn stark zugesetzt. Besonders problematisch ist das Verschwinden von Insekten, die für die Küken überlebenswichtig sind. Das Rebhuhn ist ein Bodenbrüter und daher besonders anfällig für Störungen und Fressfeinde. 

Rebhuhn-Küken sind in den ersten Lebenswochen auf Insekten angewiesen – ihr Rückgang gefährdet den Nachwuchs besonders stark.
Rebhuhn-Küken sind in den ersten Lebenswochen auf Insekten angewiesen – ihr Rückgang gefährdet den Nachwuchs besonders stark.

Rebhühner sind tag- und dämmerungsaktiv, aber selten zu sehen. Wenn sie sich zeigen, dann oft als Familie auf Nahrungssuche oder beim Sandbad in der Sonne. Typisch ist sein leiser, schnarrender Ruf, der früher vielerorts zum Klang der Kulturlandschaft gehörte. Meist jedoch hört man nur den rauen Revierruf des Männchens in der Morgendämmerung.

Ein Rebhuhn auf Nahrungssuche – perfekt angepasst an offene Feldlandschaften mit Deckung und Struktur.

Ein Rebhuhn auf Nahrungssuche – perfekt angepasst an offene Feldlandschaften mit Deckung und Struktur.

Schutzmaßnahmen wie Blühstreifen, extensiv genutzte Flächen und weniger Chemie können helfen, seinen Bestand zu stabilisieren. Das Rebhuhn steht damit stellvertretend für viele andere bedrohte Arten der Feldflur und steht inzwischen sinnbildlich für die dramatischen Veränderungen in unserer Agrarlandschaft. Wer das Rebhuhn schützt, leistet also einen wichtigen Beitrag für die gesamte Biodiversität unserer Landschaft.