Winterfeier 2019 im Philosophenkeller (10.02.2019)

Der erste Vorsitzende eröffnet die Feier

Die diesjährige Winterfeier war ein voller Erfolg. Das Thema „Ein Garten für Schmetterlinge“ das uns Dr. Dieter Bock in beeindruckender Weise vortrug, zog die vielen Zuhörer und Naturfreunde in ihren Bann. 

Zuerst jedoch begrüßte der Vorsitzende Johann Pollanka die interessierten Gäste und führte mit „Ein wundersamer Sommertag“ von Elke Bräunling in das anschließende Thema, das uns Dr. Bock vortrug ein. Da Herr Bock Bilder aus seinem eigenen Garten eindrucksvoll präsentierte und seine ganz eigene Erfahrung schilderte war sein Vortrag sehr lebendig und faszinierte die Anwesenden. Seinen Garten an einem Südhang in Braunsbach hat er vom Frühjahr bis Herbst mit blühenden Stauden, Gräsern, Büschen und mehrjährigen Blumen bepflanzt. Er hat dieses Experiment vor Jahren gestartet und die Erfolge ließen nicht lange auf sich warten. Im Frühjahr gleich nach Schnee, Eis und Frost blüht der Seidelbast, der den Großen Fuchs, den Admiral und den C-Falter anzieht und erste Nahrung bietet. 

Für Live-Musik war auch gesorgt

Auch die Küchenschelle steckt ihre Köpfchen schon frühzeitig aus der Erde und bietet reichlich Nahrung mit ihren lila Blüten. Die herrlichen roten nicht gefüllten Pfingstrosen begeisterten die Zuschauer, vor allem als uns Herr Bock Fotos aus deren Ursprungsland dem Grasland der panonischen Ebene in Serbien zeigte wo die Schafe die Weide abgrasen, die Steppenpfingstrosen jedoch stehen lassen und somit herrliche rote Wiesen leuchten. Auch die Graslilie und der Diptam, eine Pflanze die es früher noch häufig in unseren Gärten gab, spenden den Insekten reichlich Nektar. Nicht nur Schmetterlinge bevölkern den blühenden Garten sondern es werden auch Wildbienen, Käfer, Hummeln und andere Insekten angezogen. Sogar die seltene Holzbiene, die ihr Nest im Totholz baut konnte Herr Bock in seinem Garten finden. Auch Gräser z.B. die Federgräser sind wichtig für Feldheuschrecken und Schmetterlinge. Bei den Schmetterlingen müssen die Futterpflanzen und der Standort stimmen, damit sie sich fortpflanzen können. Auch sollte nicht so oft gemäht werden um einfach den Insekten nicht die Nahrungsgrundlagen und Verpuppungsmöglichkeiten zu nehmen.

Dr. D. Bock beim Vortrag "Ein Garten für Schmetterlinge"

Zum Ende des Vortrags, der durch eine Pause in der man sich angeregt unterhalten und austauschen konnte und musikalisch von Manfred Bretter begleitet wurde, bot Herr Bock an, dass man sich gern an ihn wenden könne, wenn Samen oder Stecklinge gewünscht würden. Bei Kaffee und Kuchen und angeregten Gesprächen ging der Nachmittag sehr gemütlich und kurzweilig seinem Ende entgegen. Vielen Dank allen, die sich für dieses wichtige Thema interessierten. (Bilder: A. Simon)


 

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