Nachlese vom Vereinsausflug zur Burg Guttenberg und in die Tropfsteinhöhle bei Eberstadt

Wir starteten am Samstag, 25. Mai 2019 zu unserem eintägigen Ausflug ins Neckartal und in den Odenwald. Jung und Alt waren gespannt, was uns dieser sonnige Tag bringen mag. Nachdem alle Mitreisenden zugestiegen waren, begrüßte unser Vorsitzender Johann Pollanka die Reisegesellschaft und wünschte uns einen erlebnisreichen Tag. Gut gelaunt stiegen wir nahe der Burg Guttenberg aus und stärkten uns mit Kaffee und leckeren Brötchen.

Gespannt lauscht die Gruppe dem Bericht

Auf dem Programm stand nun der Besuch des Burgmuseums. Die Burg ist seit über 500 Jahren im Besitz der Freiherren von Guttenberg-Gemmingen. Eine Enkelin des Geschlechts derer von Gemmingen berichtete uns sehr lebendig und anschaulich, gespickt mit vielen Anekdoten aus dem Mittelalter, dem Barock und der Neuzeit vom Leben in und auf der Burg. Der Ausblick vom Bergfried über die Burganlage und ins Neckartal ist grandios und lohnenswert. Die Burg wird weiterhin von der Familie bewohnt und instand gehalten.
Anschließend besuchten wir auf der Aussichtsterrasse der Burg die Flugvorführung der Greifenwarte. Die Kinder waren begeistert von dem Uhu, der seinen Namen sprechen konnte. Auch der Seeadler entzückte mit seinen Flugkünsten über die Köpfe der Besucher hinweg. Der Mönchsgeier hüpfte durch die Bankreihen und war zum Greifen nah. Am besten war jedoch der Karakara, der sich auf etlichen Köpfen der Besucher niederließ und dort sein gereichtes Hühnerbein verschlang. Wer mochte konnte danach durch die staufischen Zwingeranlagen der Burg schlendern, die einen naturnahen Einblick in die faszinierende Welt der Greife bietet.
Interaktive Touchscreen Stationen und eine Vitrinen-Ausstellung zeigen die heimischen Greifvögel in ihren typischen Lebensräumen. Toll sind die lebensgroßen Silhouetten am Burgturm, die eindrücklich die enormen Spannweiten der Greifvögel demonstrieren.

Beeindruckend: Die Spannweite des Mönchsgeiers (2,95m)

Nach einem genüsslichen Mittagessen in der Burgschenke fuhren wir zu unserem nächsten Ausflugsziel:
Die Tropfsteinhöhle bei Eberstadt im Odenwald. Dort angekommen empfing uns das neu erbaute Besucherzentrum.
1971 wurde die Tropfsteinhöhle durch Zufall bei Sprengarbeiten im nahegelegenen Steinbruch entdeckt. Ihr Alter wird auf ein bis zwei Millionen Jahre geschätzt. In viel ehrenamtlicher Arbeit der Bürger von Eberstadt, die auch heute noch die Führungen gestalten, wurde ein 600 Meter langer, begehbarer Weg durch die Höhle in zweijähriger intensiver Arbeit hergestellt. Der erste Zugang zur Höhle wurde gesperrt und ein neuer seitlicher Zugang geschaffen. Viele Leihgaben an interessanten Gesteinsproben säumen den Eingang.
Die Höhle selbst hat eine stetige Temperatur sommers wie winters von 11° Celsius. Sie besteht aus aparten Muschelkalkformationen. Die dezente, mit Farbwechsel ausgestattete Beleuchtung entlang des Weges, zeigt die vielen schlanken und kegeligen Stalagmiten und Stalaktiten.
Viele Tropfsteingebilde haben einen eigenen Namen, als da sind die weiße Frau von Eberstadt, die Familie, die wunderschöne Hochzeitstorte oder der Elefantenrüssel. Über Treppen und Brücken kommt man ganz nah an diese bizarre Gesteinswelt heran. Einen Stein darf man anfassen. Dieser ist allein durch die Bakterien, die sich an den Händen der Besucher befinden, ganz schwarz geworden. Durch die Beleuchtung der Höhle ist z.B. beim Kamin ein grüner Flor entstanden. Es wurde nun die Beleuchtung auf LED umgestellt und die Leitung der Höhle hofft, dass der grüne Bewuchs zurückgeht. Wir waren alle sehr beeindruckt von dieser unterirdischen, skurilen Schönheit.
Das Restaurant Seeterrasse am Höhlensee lud anschließend zum Verweilen ein und wir hatten einen vergnüglichen Abschluss dieses gemeinsamen Ausfluges. (Bilder: E. Pollanka)

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