Rettung eines jungen Turmfalken

Es war der Nachmittag des 12.06.2018. Ein Anruf erreichte mich von einer Einwohnerin aus Langenburg. Sie hatte ein Turmfalkenjunges an der Schlossmauer gefunden. An dem Tag stürmte und regnete es und wahrscheinlich ist es aus dem Gelege des Turmfalken, der vermutlich in der Mauer oder im Turm seine Jungen aufzog gefallen. Es sei ganz nass und schreie heftig. Ich sagte ihr, dass sie das Turmfalkenbaby bei uns vorbeibringen solle. In der Zwischenzeit rief ich bei Herrn Blum in der Falknerei Bielriet an. Er war Gott sei Dank gleich am Apparat und so vereinbarten wir, dass ich das Turmfalkenjunge zu ihm bringen kann.

Der junge Turmfalke im Nest

Das Kleine war tatsächlich sehr feucht und schrie heftig, hatte aber große helle Augen und war auch nicht verletzt. Ich packte es in einen Korb und so fuhren mein Mann und ich nach Cröffelbach. Herr Blum nahm das Baby in Empfang und untersuchte es. Auch bekam es gleich eine zerteilte Maus zu fressen und Herr Blum stellte es unter eine Wärmelampe, damit es nicht weiter auskühlte. Es war eine Wonne dem Kleinen zuzusehen wie er Stückchen für Stückchen verschlang und nach vier, fünf Häppchen immer ruhiger wurde und der Hunger gestillt war.

Bruno von Hohenlohe kurz vor der Auswilderung

Wir ließen das Junge in der Obhut von Herrn Blum und vereinbarten, dass wir seinen Werdegang mitverfolgen dürfen. Bruno von Hohenlohe, so tauften wir den Findling, überlebte tatsächlich die erste Nacht gut und entwickelte sich prächtig. Die letzten Bilder, die wir von Bruno erhielten zeigen ihn kurz vor der Auswilderung am 02.08.2018. Herr Blum meint, dass es tatsächlich ein "er" ist, da er kräftige Fänge hat und auch vom Gewicht mehr ein Bruno als eine Brunhilde ist. Wir waren alle sehr glücklich, dass aus dem kleinen, nassen, schreienden Etwas so ein prächtiger und hübscher Bruno von Hohenlohe wurde und er nun sicher seine Kreise über Hohenlohe ziehen darf. Dank sei der Finderin und der guten Pflege von Herrn Blum und Frau Kugler. Anhand der Bilder kann man seine Entwicklung sehr gut erkennen. (Bilder: E. Pollanka & Hr. Blum)

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