Bericht von der Jahreshauptversammlung, die am 20. April 2018 um 19.00 Uhr im Gasthof zur Post in Langenburg stattfand

Der neue Vorsitzende Johann Pollanka begrüßte die zahlreichen Mitglieder und Gäste. Besonders erwähnt wurden Bürgermeister Claß, Jürgen Brück, die Jubilare sowie die Referentin Beate Hager aus Kirchberg.

2 Exemplare der Breitflügelfledermaus

Frau Hager stieg dann auch gleich in das Thema des Abends ein, das sich mit den einheimischen Fledermäusen befasste. 24 verschiedene Arten gibt es deutschlandweit, darunter sind 16 Arten in Kirchberg beheimatet. 1100 Fledermausarten sind weltweit zu verzeichnen. Die Fledermäuse sind eine sehr alte Tiergattung, die bereits 50 bis 60 Millionen Jahre über die Erde fliegen. Frau Hager hatte zwei verschiedene Arten mitgebracht, die sie uns als Anschauungsobjekte vorführte.

Zum Einen die Breitflügelfledermaus, die sich gerne in der Nähe von Menschen aufhält und hinter den Fensterläden hängt. Sie zählt zu den großen (large) Fledermäusen. Die Zweifarbfledermaus, die sie uns präsentierte gehört zu den mittelgroßen Arten. Ihren Namen bekam sie durch das kurzhaarige, dichte zweifarbige Rückenfell. Es ist rot- bis dunkelbraun und an den Haarspitzen silberweiß. Die Bauchseite ist ebenfalls weiß bis gräulich. Ihre Ohren sind kurz, breit und rundlich. Ein Merkmal der Zweifarbfledermaus ist das Vorhandensein von vier Zitzen bei dem Weibchen. Keine andere europäische Art hat dieses Merkmal. Das bekannte Höchstalter ist zwölf Jahre. Die Ohrform bei den Fledermäusen ist unterschiedlich. Langohren jagen gern an Bäumen und Büschen, die Kleinohren sind mehr im freien Luftraum anzutreffen.

Fr. Hager zeigt die Flügel der Breitflügelfledermaus

Pferdekoppeln sind der gedeckte Tisch für Fledermäuse, da sich hier viele Insekten auf kleinem Raum tummeln. Fledermäuse bitte nicht mit bloßen Händen anfaßen, da sie scharfe Zähne haben und sich festbeißen. Immer ein Tuch oder einen Handschuh benutzen. Fledermäuse haben überdimensionierte Hände und putzen sich vor dem Abfliegen. Ihre Beute jagen sie mit Ultraschalltönen um die 23−26 kHz nach der Dämmerung. Sie haben große Schwierigkeiten mit Windrädern. 250.000 Fledermäuse werden im Jahr von Windrädern erschlagen. Fledermäuse sind Säugetiere und gebären ein bis zwei Junge im Jahr. Die Tiere kommen jetzt aus ihren Winterquartieren und haben meistens im Juni Geburtstag. Sie werden 4 bis 6 Wochen von ihren Müttern gesäugt und danach sind sie auf sich selbst gestellt. Eine Zwergfledermaus wiegt 5g und benötigt täglich die Hälfte ihres Gewichts als Nahrung.

Die Fluggröße der Fledermaus

Das Tolle bei den Fledermäusen ist, daß sie jederzeit und wann immer sie es brauchen Energie einsparen können. Ob es im Winterschlaf ist oder dass; sie die Geburt verzögern können, wenn es die Witterungsverhältniße nötig machen. Frau Hager applaudierte an die Zuhörer falls Fledermäuse am Haus sind diese zu dulden, und das Quartier zu erhalten da Fledermäuse geschützt sind. Wenn jemand einen Fledermauskasten aufhängen möchte, dann in einer Höhe zwischen 3 und 4 Metern. Nachdem Frau Hager ihren Vortrag beendet hatte bedankte sich der Vorsitzende ganz herzlich bei ihr und überreichte ihr ein Präsent. Danach wurde eine kleine Pause eingelegt, bevor der offizielle Teil des Abends begann.

Herr Pollanka stellte fest, daß die Einladung ordnungsgemäß erfolgte und nachdem die Tagesordnung genehmigt wurde begann die Schriftführerin Edith Pollanka mit ihrem Bericht, indem sie das Jahr 2017 nochmals anhand ihrer Bilderpräsentation Revue passieren ließ.
Beginnend mit dem Einsammeln der Weihnachtsbäume im Januar im Stadtgebiet Langenburg und dem Ausleihen einiger Bäume an den FC zur Verschönerung des Winterdorfes ging es Ende des Monats gleich mit der Winterfeier im Philo weiter. Hierfür konnten wir Harry Neumann den Bundesvorsitzenden der Naturschutz-Initiative gewinnen, der zum Thema: "Mensch, Natur und Landschaft - Opfer der Energiewende" sprach. Ein Landtagsabgeordneter und mehrere Mitglieder von Bürgerinitiativen waren anwesend.

Ein Highlight war natürlich wieder unser Vereinsausflug. Im Mai fuhren wir in das Biosphärengebiet Münsingen auf der Schwäbischen Alb. Der ehemalige Truppenübungsplatz der Bundeswehr ist ein wertvolles und einmaliges Naturschutzgebiet. Auf dem Programm stand noch die Besichtigung des Haupt- und Landgestüts Marbach mit den neugeborenen Fohlen des Jahres, sowie der Schneckengarten von Frau Goller. Der Abschluß fand im urigen Schlößle in Bad Urach statt.
In der Gemeinderatssitzung im September wurde den Gemeinderäten sowie Herrn Claß eine Denkschrift von Dr. Wolfgang Epple von Frau Pollanka ausgehändigt mit dem Titel: "Windkraftindustrie und Naturschutz sind nicht vereinbar".

Der Jahresbericht 2017 wird von E. Pollanka vorgetragen

Wie jedes Jahr fand am 03. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit unsere Vereinswanderung ins Grimmbachtal bei Braunsbach statt.
Bei der Jahreshauptversammlung am 05. November wurde ein neuer Vorstand gewählt. Johann Pollanka stellte sich als 1. Vorsitzender zur Wahl und Manuela Wetzstein als 2. Vorsitzende.
Eine Woche später war Herr Pollanka bei der Pflanzaktion einer Vogelkirsche für den verstorbenen Bienenfreund aus Mittelfischach Manfred Köger, der durch einen tragischen Unfall ums Leben kam aktiv dabei, welches das Umweltzentrum Schwäbisch Hall organisierte.

Nach dem ausführlichen Tätigkeitsbericht von Frau Pollanka stellte Kassier Gerhard Wiedmann die Ausgaben und Einnahmen des Vereins dar und es wurde ihm von den Kassenprüfern eine korrekte Kassenführung bestätigt und um die Entlastung gebeten. Diese nahm Bürgermeister Claß gerne vor, nachdem er noch lobende Worte über die Arbeit des Vereins verlauten ließ.

Anschließend konnten dieses Jahr insgesamt 25 Jubilare geehrte werden. Herr Pollanka und Susanne Nestelaar überreichten ihnen jeweils eine Urkunde und ein Präsent.

10 Jahre
Ekkehard Götz, Bernd Hambrecht, Gerlinde Hoffmann, Tobias Pollanka, Ursula Silberzahn, Thomas Steinbrenner, Herbert Wiedmann und Michael Zobel

20 Jahre
Dieter Kraft, Susanne Schäfer und Till Schäfer

25 Jahre
Marcus Gunzenhauser, Friedhelm Schnepf, Karlheinz Schnepf, Klaus Volkmann und Gerhard Wiedmann

35 Jahre
Sigrid Brück, Lore Größ, Birgit Grün-Weinmann, Hermann Klodner und Helmut Weinmann

45 Jahre
Gerhard Steinbrenner

50 Jahre
Gertrud Melzer, Lorenz Schultz und Winfried Simmann

Gertrud Melzer, Lorenz Schultz und Winfried Simmann wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt und es wurde ihnen jeweils eine Ehrenurkunde überreicht. Dies hat der Vorstand in seiner letzten Sitzung beschloßen.

Von links nach rechts, H. Klodner, G. Hoffmann, J. Pollanka (1. Vors.), E. Götz, K. Schnepf, G. Wiedmann, T. Pollanka, S. Brück

Es ist in der Vereinsgeschichte einmalig, daß gleich drei Mitglieder gleichzeitig für 50-jährige Mitgliedschaft geehrt werden. Gegen Ende der Veranstaltung kamen unsere jüngeren Mitglieder zum Thema digitale Zukunft des Vereins zu Wort.
Tobias Pollanka veranschaulichte anhand einer eigenen Präsentation den Werdegang der digitalen Medien im Verein. Er möchte den Verein zukunftsfähig ausrichten und die vereinseigenen Daten gut gesichert wissen.
Melanie Knödler unser neues Mitglied will sich um die Neuausrichtung der Homepage kümmern und hat ein neues Logo für den Verein entworfen. Sie stellte dies ebenfalls in einer Präsentation vor.
Johann Pollanka dankte allen Mitwirkenden ganz herzlich und wünschte allen noch einen gemütlichen Abend. (Bilder: M. Knödler & T. Pollanka)

Menü

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok