Report von der Wanderung in´s Grimmbachtal am 03.10.2017

Leider war der Himmel an diesem Tag der Deutschen Einheit bedeckt und es nieselte ein wenig. Die Wettervorhersage war jedoch für den Dienstag ab Mittag recht positiv, denn er sollte einen sonnigen Nachmittag hervorbringen. Tatsächlich fanden sich am angegebenen Treffpunkt einige wasserfeste Wanderer ein und wir beschlossen die geplante Herbstwanderung durchzuführen. Angekommen am Parkplatz Grimmbach der zwischen Braunsbach und Geislingen (Kocher) liegt, packten wir unsere Regenschirme, Filzhut und Wanderschuhe aus.

Die Kochertalbrücke war zwischen den Bäumen gut zu erkennen

Der Grimmbach, der einen Tag zuvor noch ein dahinplätscherndes Bächlein war, entpuppte sich heute jedoch als reißendes Gewässer. Unser Wanderführer Ekke Götz hatte eigentlich vor im Bachbett den Grimmbach, der mit viel Geröll und Steinen ausgelegt war, zu durchwandern, doch das konnten wir uns abschminken. Während wir noch beratschlagten wie wir unsere Wanderung dann gestalten wollten, erblickten wir unter der Brücke über die die Landesstraße Richtung Braunsbach führt, eine Wasseramsel. Diese flog über dem tosenden Grimmbach hin und her und durch das Teleobjektiv konnte Ekke erkennen, dass unter der Brücke ein Kasten für die Wasseramsel angebracht war. Wir sahen auch, dass der Vogel in diesen hinein- und wieder herausflog. Ebenso konnten wir einige Graureiher beobachten die über unsere Köpfe hinwegflogen.

Wir wählten, da es immer noch regnete, den Schotterweg, der links vom Grimmbach durch den Wald Richtung Altenberg führt, aus. Es hörte dann gegen 11 Uhr auch auf zu regnen und die Sonne kam zum Vorschein. Das Laub der Bäume erstrahlte auf einmal wunderschön gelb, rot und braun auf den gegenüberliegenden Hügeln. Links und rechts des Weges in den Klingen konnten wir Geröll und Steine des Unwetters vom 29. Mai vergangenen Jahres erkennen. Auch im Grimmbach sowie an seinen Ufern waren Unmengen von Schotter zu sehen, die, so sagte Ekke, vor einigen Monaten noch blank dalagen, jetzt aber von der Natur mit Brennesseln, Königskerzen und anderem Grün überzogen wurden.

Der Grimmbach ist zu einem reißendem Gewässer geworden

An unserem Rastplatz am Wasser konnten wir angeschwemmtes Holz und Baumstämme ausmachen. Die Baumrinde war an vielen Bäumen bis zu einer Höhe von 4 bis 5 Metern komplett abgeschält, soweit reichte damals bei der Katastrophe das Wasser und die Geröllmassen im Grimmbachtal. Das Wetter wurde tatsächlich immer sonniger und so wanderten wir zurück nach Braunsbach zum Gasthof Löwen. Unterwegs trafen wir auf dem Wanderweg tote Feuersalamander an, zwei kleine und drei große. Einer wurde wohl überfahren, bei den anderen konnten wir nicht erkennen was die Todesursache war. Auch hörten wir viele Vogelstimmen und sahen mehrere Goldhähnchen. Dies sind die kleinsten europäischen Singvögel.

Ein Feuersalamander der unseren Wanderweg kreuzte

Braunsbach war an diesem Tag stark frequentiert, wegen dem Tag der offenen Tür. Dies nahmen viele Menschen war um nach Braunsbach zu kommen. Die Hauptstraße in Richtung Langenburg stand mit Baggern und Baumaschinen voll. Etliche Häuser wurden abgerissen, andere sind wieder aufgebaut worden. Es wird sicher noch eine ganze Weile dauern bis der Ort diese verheerende Katastrophe überwunden hat. Der Gasthof Löwen wurde hübsch renoviert und die Belegschaft war hochmotiviert. Gut gestärkt und mit vielen Eindrücken versehen wanderten wir auf dem Fahrradweg zurück zu unseren Autos. (Bilder: E. Pollanka & E. Götz)

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