Nachklapp zu unserem 4-tägigen Vereinsausflug ins Wendland

Der diesjährige Vereinsausflug führte uns vom 26. bis 29. Mai 2016 nach Norddeutschland ins Vierländereck an der Elbe bei Hitzacker. Gutgelaunt starteten wir am Morgen des Fronleichnamtages über die A7 in Richtung Norden. Unser erster Halt war Celle an der Aller. Hier stärkten wir uns auf der Sonnenterrasse des Cafe KräuThaer mitten im Heilpflanzengarten. Silke von Borstel zeigte und erklärte uns sehr verständlich und eindrucksvoll die vielen Heilpflanzen und deren Wirkung auf Körper und Geist.
Nach diesem Aufenthalt ging es weiter nach Uelzen um dort den Hundertwasserbahnhof zu besichtigen. Er wurde zur Expo 2000 nach Plänen des Künstlers Friedensreich Hundertwasser umgebaut. Heute zählt dieser Bahnhof zu den zehn schönsten Bahnhöfen der Welt. Gegen Abend kamen wir im Hotel Waldfrieden in Hitzacker an der Elbe an. Ein leckeres Abendessen rundete den ersten Tag ab.

Am Freitag erkundeten wir mit dem Bus das Wendland. Dr. Rolf Meyer, der Leiter des Museums in Wustrow begleitete uns den ganzen Tag und erzählte und erklärte uns viel über das ehemalige Zonenrandgebiet. Unsere erste Anlaufstelle war der Rundling Satemin. Im Wendland gibt es diese Dorfform öfters, Satemin ist das größte Rundlingsdorf unter ihnen. Es hat einen Marktplatz und um diesen gruppieren sich im Kreis die schmucken Häuser. Auch die Feldsteinkirche mit dem schwebenden Taufengel beeindruckte uns sehr. Herr Meyer führte uns anschließend in Wustrow durch sein Museum mit dem Tante Emma Laden und vielen interessanten Ausstellungsräumen. Eine deftige Gulaschsuppe durften wir uns hier ebenfalls schmecken lassen.
Um 16.00 Uhr war dann eine Stadtführung in Salzwedel angesagt. Malerische Kopfsteinplastergassen, liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser und eindrucksvolle Backsteinbauten prägen das Salzwedeler Stadtbild, das uns Frau Jäger sachkundig nahebrachte. Einst nahe der innerdeutschen Grenze in einer Art Dornröschenschlaf verharrt, erblühte Salzwedel nach der Wiedervereinigung und trägt heute wieder die Bezeichnung Hansestadt und ist Mitglied im internationalen Hansebund der Neuzeit. Jenny von Westphalen, die spätere Ehefrau Karl Marx‘, wurde hier in einem schmucken Haus geboren. Natürlich wurde es von einigen Gästen nicht versäumt, die Spezialität von Salzwedel, die Baumkuchen zu genießen und mitzunehmen.

Am Samstag teilte sich unsere Gruppe auf. Die sportlichen Teilnehmer schwangen sich auf die Fahrräder und fuhren auf dem Elberadweg bis nach Dömitz. Dort trafen wir uns alle wieder, denn die anderen Mitglieder fuhren mit dem Schiff auf der Elbe dorthin. Gemeinsam besichtigten wir die Festung Dömitz, eine der wenigen sehr gut erhaltenen Flachlandfestungen des 16. Jahrhunderts in Norddeutschland. Nachdem die Radfahrer sich wieder Richtung Hitzacker aufmachten, fuhren wir mit dem Bus noch zu der Binnendüne bei Klein Schmölen. Sie ist eine der größten Binnendünen Europas, und in den bis zu 30 m hohen Sanddünen und dem Sandtrockenrasen sind zahlreiche seltene Tier- und Pflanzenarten zu finden. Auf Grund der mit der Zeit eingetretenen Bewaldung "wandert" die Düne heute nicht mehr.

Am nächsten Tag galt es leider schon wieder Abschied nehmen. Nach dem reichlichen Frühstück brachte uns der Bus zum Nationalpark Hainich im Herzen von Thüringen. Er ist einer von 16 Nationalparks in Deutschland. Ein Ranger führte uns über den Baumwipfelpfad zu den Baumkronen der Bäume und schilderte uns eindrucksvoll das Leben in den Wipfeln. Es war so spannend, dass wir fast die Zeit vergaßen, denn aus einer halben Stunde Erzählung wurden eineinhalb. In diesem Nationalpark wird kein Baum gefällt. Wenn einer umfällt, wird er liegen gelassen und eventuell sogar der Weg auf den er gefallen ist umgelegt. Durch das Totholz siedeln sich viele Tiere und Pflanzen an, die es in einem Wirtschaftswald nicht mehr gibt. Der Hainich ist das größte zusammenhängende Laubwaldgebiet Deutschlands. Einige Teilnehmer bestiegen den 40 Meter hohen Aussichtsturm und hatten einen überwältigenden Blick über den Hainich. Nach einer turbulenten Fahrt kamen wir wieder heil in Langenburg an.

Ich möchte mich nochmals bei allen Mitreisenden ganz herzlich dafür bedanken, dass wir durch die Anmeldungen diese Reise durchführen konnten und gemeinsam die Tage in dieser schönen und naturnahen Landschaft verbringen durften. (Bilder: E.Pollanka)

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