Bericht von der Jahreshauptversammlung des Heimatvogelschutz Langenburg e.V. am 16.04.2016 im Gasthof zur Post in Langenburg

Unser stellvertretender Vorsitzender Jürgen Fröhlich begrüßte die anwesenden Mitglieder und Interessierte recht herzlich. Besonders bedankte er sich bei Jürgen Brück, Susanne Thaidigsmann, Klaus Völkl, der gesamten Vorstandschaft für die gute Zusammenarbeit im abgelaufenen Jahr, sowie bei den Besorgten Bürgern, die sich sehr für den Erhalt und Schutz des Brüchlinger Waldes eingesetzt haben. Eine Gedenkminute wurde für unser verstorbenes Mitglied Josef Kahler eingelegt, der letztes Jahr im Alter von 86 Jahren verstorben ist und dieses Jahr für 40jährige Zugehörigkeit zum Verein geehrt worden wäre.

Jürgen Fröhlich (stellv. Vorsitzender) mit den Jubilaren (von links nach rechts):
Alfred Barz (35), Rudolf Müssel (25), Fritz Abel (40), Susanne Thaidigsmann (10), Regine Ziegler-Michels (10),
Erika Dahmen (35), Rob Michels (10), Valentin Michels (10), Dietmar Barz (35), Susanne Nestelaar Beisitzerin


Jürgen Fröhlich berichtete dann eingehend von den vielen Aktivitäten der Vereinsmitglieder im abgelaufenen Jahr. Das Jahr 2015 begann für unseren Verein mit einem außergewöhnlichen Ereignis. Wir konnten nämlich das 40 jährige Bestehen des Vereins feiern. Dazu bot sich die Winterfeier geradezu an. Wir luden alle Jubilare des Jahres dazu ein und ließen zusammen mit den „Mouschdpiloten“ am 22. Februar den Philosophenkeller dröhnen. Bereits im Januar begaben sich Mitglieder des Vereins auf die Suche nach den abgeschmückten Weihnachtsbäumen. An drei Samstagen wurden sie fündig und konnten über 100 Christbäume entsorgen. In der Zimmerei Etzel wurden wieder einige Nistkästen zusammengeschraubt. Groß und klein bereitet es immer riesigen Spaß, die von Herrn Etzel vorgefertigten Bauteile zu einem Vogelhäuschen zusammenzubauen. So entstanden in der Werkstatt immerhin 13 Behausungen.
Zwei Großveranstaltungen in Sachen Windkraft wurden von Mitgliedern des Vereins auf die Beine gestellt. Die erste Veranstaltung fand am 13. März 2015 in der Stadthalle Langenburg statt. Sie stand unter dem Thema: „Beeinträchtigt Infraschall die Gesundheit von Mensch und Tier?“ Hierzu konnte der Arbeitsmediziner Dr. Bernhard Voigt gewonnen werden. Anschließend referierten Frau Müller-Althauser und Herr Michael Karbach, die im Soonwald in Rheinland-Pfalz wohnen wo bereits 200 Windkraftanlagen gebaut wurden aus eigener Erfahrung mit dem Infraschall.
Das nächste Highlight war der Besuch Enoch zu Guttenbergs, international renommierter Dirigent und Naturschützer zusammen mit Dr. Friedrich Buer am 19. April 2015 im Mawell Resort. Beide referierten zu dem Thema: „Welchen Wert haben Landschaft und Natur“. Besonderer Dank gebührt Corinna Scholz, die sich viel Mühe bei der Vorbereitung machte.

Jahresausflug 2015 ins Altmühl- Donautal

Im Juni führte uns der Vereinsausflug mit 48 Reiselustigen an die Donau bei Kelheim. Unser erstes Ziel war die Rosenburg. Hier befindet sich eine Falknerei und wir durften den Flugkünsten von Seeadler, Geier, Rotmilanen und Falken aus nächster Nähe beiwohnen. Mit dem Schiff befuhren wir den Donaudurchbruch zwischen Kelheim und Weltenburg. Auf diesen sechs Kilometern ist die Donau noch in ihrem ursprünglichen Zustand und dieser Abschnitt ist auch als Naturschutzgebiet ausgewiesen. Natürlich mussten wir auch die Befreiungshalle auf dem Michelsberg besichtigen. Und das beste hebt man sich zum Schluss auf. Kloster Weltenburg, die älteste Klosterbrauerei Bayerns musste getestet werden. Unter den mächtigen Kastanienbäumen im Biergarten machten wir es uns genüsslich.
Im August besuchte Ministerpräsident Winfried Kretschmann auf seiner Wanderung durchs Ländle auch Langenburg. Dies nahmen wir zum Anlass ihm durch Edith Pollanka 1500 Unterschriften, die unsere Mitglieder gegen den Bau von Windkraftanlagen im Brüchlinger Wald gesammelt hatten, zu übergeben.
Dieses Jahr führte unsere alljährliche Wanderung am 03. Oktober zum Blockhaus nach Dünsbach. Der Feiertag war sehr sonnig und so fiel es uns nicht schwer die landschaftlich schöne Strecke zurückzulegen. Familie Zink hatte ein leckeres Menü für uns vorbereitet. So gestärkt wanderten wir leichten Fußes nach Langenburg zurück. Im Oktober und November kontrollierten wir an die 100 Nistkästen in und um Langenburg.
Kurz noch der Ausblick für dieses Jahr:
Vom 26. bis 29. Mai 2016 findet eine Fahrt ins noch unbekannte Wendland statt und am 03. Oktober 2016 fahren wir zur Wanderung ins Schandtaubertal nach Rothenburg.
Der Kassenbericht wurde von Dieter Ansorge vorgetragen. Die Kassenprüfung wurde von Susanne Thaidigsmann und Alfred Barthelmeß vorgenommen und dem Kassier eine einwandfreie Kassenführung bestätigt und die Entlastung vorgeschlagen. Jürgen Brück bedankte sich im Namen der Stadt Langenburg ganz herzlich für das Engagement des Vereins, der eine wichtige Funktion in Sachen Umwelt einnimmt. Die Entlastung von Vorstand und Kassier wurde einstimmig angenommen. Die Wahl der zwei Kassenprüfern fiel auf Isabel Simon und Alfred Barthelmeß. 

Ehrungen der Jubilare: Insgesamt wurden 28 Mitglieder für langjährige Treue zum Verein geehrt.

Jürgen Fröhlich (stellv. Vorsitzender) mit Kurt Baier, 40 jährige Mitgliedschaft im Heimatvogelschutz

=> 55 Jahre: Eva Hötter-Evers
=> 45 Jahre: Hans-Dieter Botta
=> 40 Jahre: Fritz Abel, Manfred Arndt, Kurt Baier, Kurt Gräter, Ingrid und Hartmut Krämer, Wolfgang Mack, Monika Schaffert und Georg Wolz
=> 35 Jahre: Alfred und Dietmar Barz, Hans von Berg, Erika Dahmen, Gerhard Emmert, Richard Galonska, Wilhelm Scherkus, Erich Söll und Wolfgang Welk
=> 30 Jahre: Carsten Scherkus
=> 25 Jahre: Brigitte und Rudolf Müssel
=> 10 Jahre: Rob und Valentin Michels, Regine Ziegler-Michels, Eva Pläcking und Susanne Thaidigsmann

Jürgen Fröhlich (stellv. Vorsitzender) mit Eva Hötter-Evers, 55 jährige Mitgliedschaft im Heimatvogelschutz

Zwei Anträge gingen ein, die einstimmig angenommen wurden. Ein Mitglied hat sich auch die Arbeit gemacht und die in die Jahre gekommene Satzung des Vereins zu überarbeiten, um sie dann zur Durchsicht an die zuständige Stelle zu schicken. Diesem Ansinnen wurde einstimmig zugestimmt.

Klaus Völkl konnte nun mit seinem Vortrag - Lebensraum Garten – beginnen. Ohne Konzept, ganz aus dem ff trug er einen wichtigen Gedanken durch den Abend. Ihm ging es vor allem um die Bewirtschaftung des Gartenbodens. Wie bereits seine Mutter, so zupft auch er die Unkräuter heraus, entsorgt diese jedoch nicht auf dem Kompost, sondern lässt sie auf dem Beet liegen um einer Erosion des Bodens vorzubeugen. Wenn der Boden nämlich bedeckt ist, dann trocknet er nicht so schnell aus und die Erde wird bei starkem Regen nicht davon geschwemmt.

Schneeglöckchen im Garten

Zudem haben die Kleinstlebewesen im Erdreich genügend Nahrung und müssen sich nicht über den Salat oder andere Pflanzen her machen. Die Humusschicht des Bodens wird dadurch angereichert und verbessert. Auch die Vögel finden dann Nahrung unter den getrockneten Unkräutern, weil sich da Regenwürmer, Käfer, Schnecken und Insekten verstecken. Auch kann der Boden, wenn er kälter ist als der Regen, das Wasser besser aufnehmen. Weiterhin referierte er über die Mischkultur, sprach auch die einzelnen Gemüsesorten an vom Radieschen als Leichtzehrer über die Karotten als Mittelzehrer und die Kartoffeln als Starkzehrer. Wir waren alle sehr angetan von Klaus' seinem Vortrag und spendeten reichlich Applaus. (Bilder E. Pollanka)

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